Archive für den Monat: November, 2014

Ich muss mal wieder den öffentlich-rechtlichen Rundfunk verlinken.
Eine Reportage, in der die Reporterin 7 Tage unter Rechtsextremen verbringt.

Heute: Aus alten Büchern dreidimensionale Objekte geschnitzt.

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Alle Bilder und mehr gibt’s hier

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In Belgien wollen sie über Weihnachten mal eben den Stromverbrauch der Bürger reduzieren. Weil sie ein paar AKWs runtergefahren haben, befürchten sie jetzt, dass die Versorgung nicht reicht.
Somit sollen Waschmaschinen, Schaufensterbeleuchtung und weiteres verboten werden.

Ein Artikel eines Opfers einer Falschbeschuldigung. Wieder mal zeigt sich bestätigt , was ich hier ja auch schon oft geschrieben hatte: Frauen sind per se in der Opferrolle. Falsch Beschuldigte haben keine Programme, in denen Ihnen geholfen wird, Ihr Leben wieder in den Griff zu bekommen. Ihr Leben ist zerstört.

You damaged my perception of women entirely and the only relationship I have since been able to sustain is with a man I can trust.

Wie der Autor dann auch schreibt. Eine solche Beschuldigung ist ein ebenso grausames Verbrechen, wie eine Vergewaltigung. Der Mensch und sein Leben ist danach zerstört.

Rape is an abhorrent crime and every victim should be able to report it. But false accusations of rape are abhorrent too, and the victims too easily forgotten

Kennt ihr schon den Justillon?
Das ist eine Mischung aus Justiz und Postillon. Anders als beim Postillon, hendelt es sich hier allerdings um reale Justizangelegenheiten, die äußerst satirische Ausmaße haben.
Ein Beispiel gefällig?

Eine Frau klagt, weil sie bei der Arbeit eingeschlafen und vom Stuhl gefallen war und sich dabei verletzt hatte. Das ganze sollte nun wie ein Arbeitsunfall behandelt werden. Urteil des zuständigen Gerichts:

Wer während der Arbeit einschläft, von einer Sitzgelegenheit fällt und sich dabei verletzt, hat nur dann einen Arbeitsunfall erlitten, wenn er infolge betrieblicher Überarbeitung vom Schlaf übermannt worden ist oder der Schlaf am Arbeitsplatz sich auf andere betriebliche Gründe zurückführen lässt.

Studie des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW): Einwanderung bringt Deutschland finanziell mehr, als es den Staat kostet:

Zwei Drittel der Deutschen sind jedoch laut einer Umfrage der Bertelsmann Stiftung aus dem Jahr 2012 überzeugt, dass Zuwanderung die Sozialsysteme belaste. Die vorliegende Studie widerlegt diese Auffassung. Bereits 2004 war den Sozialkassen ein Überschuss von 2.000 Euro pro Ausländer geblieben. Den Anstieg seitdem erklärt die Studie vor allem mit der günstigen Entwicklung am Arbeitsmarkt.

Ein weiterer Beweis dafür, dass das Argument mit der Einwanderung in die Sozialsysteme völliger Unsinn ist.

Heute: Mit der Drohne durch Pripyat, Tschernobyl


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Xavier Naidoo hat übrigens das Goldene Brett 2014 gewonnen.
Die Reaktionen der Fans sind auch bezeichnend:


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Hier kann man die Verleihung übrigens nachschauen

Elitäre Intellektuelle. Was ich darunter verstehe ist folgendes: Menschen, die man als „Intellektuelle“ bezeichnen könnte. Über diesen Begriff kann man sicherlich auch streiten, aber das lasse ich jetzt mal. Ich persönlich meine damit Personen, die sich über Gesellschaftliche Begebenheiten den Kopf zerbrechen. Die natürlich auch ein ganz tolles Allgemeinwissen haben.

Goethe? Gelesen.
Freud? Verstanden.
Bach? Gehört.
Griechenland? Kann man mit dem Finger drauf zeigen.

Der wichtigste Aspekt ist aber: Diesen Leuten geht es gut. Wer gerade selbst genug Probleme hat, der hat (so unterstelle ich jetzt einfach mal) nicht genug Zeit, sich über unserer Wirtschaft, Politik oder Lobbyismus Gedanken zu machen.

Was viele dieser Leute gemein haben, ist ein unglaublich elitäres Denken. Ich erlebe es oft, dass Leute als „dumm“ bezeichnet werden, weil sie bestimmte Zusammenhänge (vermeintlich) nicht erkennen oder aus einer Lebenssituation nicht herauskommen.
Das ist umso witziger, wenn man bedenkt, dass doch gerade diese „Intellektuellen“ so weit weg von der Realität des durchschnittlichen Bürgers sind.

Schon mal jeden Cent zwei mal umdrehen müssen?
Schon mal Finanzspritze vom Staat beantragen müssen?
In einem Elternhaus ohne großartige Bildung aufgewachsen?
Psychisch sehr labiler Mensch?

Nein? Dann frage ich mich, was es dir erlaubt, über andere Menschen und deren Probleme her zu ziehen. Wer sagt dir denn, dass deine Probleme genau die sind, um die man sich kümmern sollte?
Weil dich das bewegt? Sicher nicht!

Wenn es nach mir ging, wüsste jeder, dass Homöopathie unwirksamer Scheiß ist, Verschlüsselung im Internet pflicht ist und vieles mehr. Aber das sind meine Themen, die mir am Herzen liegen.
Wenn aber jemand jeden Monat gegen Ende nur noch Nudeln mit Tomatensoße essen kann, weil er kaum noch Geld hat, dann ist ihm erst mal scheißegal, ob man im Internet verschlüsselt. Dann muss er vielleicht erst mal schauen, wie er die Medikamente, die er plötzlich noch braucht bezahlen kann.

Es wäre falsch jetzt zu sagen, dass diese Probleme wichtiger wären. Es sind einfach keine Probleme wichtiger als andere. Wenn jemanden etwas beschäftigt, dann hat derjenige verdammt noch mal ein recht dazu und nur weil man das Problem als lächerlich oder unwichtig erachtet, heißt das nicht, dass irgendwer das Recht hat, sich darüber zu echauffieren.

Aber genau das geschieht: Der Hasenzüchterverein und seine Probleme sind lachhaft, aber Netzneutralität (beides wirllkürliche Beispiele) ist erkämpfenswert. Jeder fragt sich, warum denn nicht die Straße brennt, wo sein Thema doch sooo wichtig ist. Würde man den Tatsachen ins Auge sehen, wüsste man: Weil es keine Sau interessiert!
Aber nein. Damit gibt sich der Intellektuelle ja nicht zufrieden. Es liegt daran, dass die Leute das ja alles nicht erkennen! Die Menschen müssen aufwachen, um die Schrecklichen Dinge, die hier geschehen, zu begreifen!
Nein, müssen sie nicht. Vielleicht stehst du mit deinem Thema ja auch nur alleine da? Aber dieser Gedanke kommt einem ja nicht in den Sinn, weil man ja so intellektuell ist und die Welt verstanden hat und auch alle Probleme lösen könnte.

Das nenne ich elitäre Intellektualität. Keiner gibt dir das Recht, deine Meinung oder deine Themen als wichtiger zu betrachten, als irgend ein anderes.
Oft wird sich auch beschwert über die Stammtischgenossen. Also die, die am Stammtisch auf den Tisch hauen und sich beschweren, dass „die da Oben“ endlich mal was tun müssten, aber selbst nicht aktiv werden. Wer sagt dir denn, dass diese Ansicht falsch ist?
Wieso glaubst du, dass es verwerflich ist, sich auf „die da Oben“ zu verlassen oder sich nur aufzuregen, anstatt selbst etwas zu tun? Nur weil, du ein Mensch der Taten bist und überzeugt bist, etwas ändern zu können, heißt das nicht, dass alle, die nicht so denken, deshalb anders zu betrachten sind. Du darfst dich über solche Leute aufregen, aber die nicht über „die da Oben“?

Um abschließend noch einen Aspekt mit abzudecken: Man könnte sich jetzt nun fragen, wenn doch so viele an Armut oder ähnlichem leiden, warum dann keiner auf die Straße geht. Jetzt könnte man wieder mit der alten Leier „das System sorgt dafür, dass die armen Arm bleiben und nicht gehört werden und die reichen Reich bleiben“ kommen. Das ist teilweise vielleicht richtig, aber in meinen Augen ein Augenwischer Argument, um den Tatsachen nicht ins Auge sehen zu müssen: Wann hast du dich zuletzt für etwas eingesetzt, von dem du nicht direkt betroffen warst oder für das du dich nicht schon länger engagierst?

Warum bist du nicht dabei und demonstrierst mit den Menschen, die wenig Geld haben für mehr Geld? Weil du diese Probleme ja nicht hast.
Wieso setzt du dich nicht für einen Mindestlohn, bessere Krankenversicherungen, besseres Schulsystem ein?

Stattdessen philosophiert man über Dinge, die ja so intellektuell sind und dabei keine Sau interessieren. Würde man wirklich etwas ändern wollen, dann würde man aktiv daran arbeiten, denn wenn allgemeine Probleme erst einmal behoben sind, dann kann man sich daran machen, die anderen Probleme zu lösen. Aber da man das nicht tut, unterstelle ich diesen elitären Intellektuellen, dass sie eigentlich gar nichts verändern wollen, sondern nur zeigen, wie gebildet und belesen sie doch sind und dabei nichts tun, außer gescheit klingen.
Und da ich selbst oft so bin, darf ich das auch so sagen.

Will ich damit sagen, es lohnt sich nicht, für eine Sache einzustehen?
Natürlich! Steck am Besten den Kopf in den Sand und lass alles fallen, wofür du jemals gestanden hast.
Wer den Text aufmerksam gelesen hat, wird verstanden haben, worauf ich hinaus will: Steh‘ für deine Sache, aber akzeptiere, dass jede andere genau so viel bedeutet und kein Problem mehr oder weniger wichtig ist, denn das liegt im Auge des Betrachters.
Und wenn du wirklich etwas ändern willst, dann ändere mit anderen zusammen das, was ihnen wichtig ist, denn dann werden sie dir auch helfen, das zu ändern, was dir wichtig ist!