Archive für den Monat: Januar, 2015

Ich hatte hier ja mal darauf hingewiesen, dass in Kassel eine ganze Konferenz zu dem gefährlichen „Wundermittel“ MMS stattfinden sollte. Da gab es dann einige Updates zu, mit denen ich euch verschont habe. Nun aber die erfreulichere Nachricht, die Anstrenungen einiger Leute, die Stadt darauf aufmerksam zu machen, haben sich gelohnt:

Bei der Veranstaltung „Spirit of Health“ wollen Esoterik-Heiler vom 24. bis 26. April Werbung für ihr gesundheitsschädliches Wundermittel MMS machen. Am Montagabend beauftragten die Stadtverordneten den Magistrat, alle rechtlichen Möglichkeiten zu nutzen, um den Kongress zu verhindern.

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Immer wieder stoße ich ja auf Smartphone „Gegner“. Und irgendwie tun mir diese Leute ja leid. Versteht mich nicht falsch. Jeder darf Leben, wie er will – mit oder ohne Smartphone. Doch gibt es meiner Meinung nach viele Gründe, die für die erstere Variante sprechen.

Aber der Reihe nach. Welche Gründe haben die Leute, sich eines Smartphones zu verweigern?

Ich bin immer erreichbar
Bist du mit einem altmodischen Handy erst mal auch. Aber auch das kannst du abstellen. Du entscheidest, wie auf welchen Wegen du erreichbar bist. Komplett in den Flugmodus, also alle Dienste offline oder nur das Mailprogramm, den Chat offline. Du kannst das festlegen und es liegt an dir, wer dich nerven kann. Abgesehen davon liegt es nat. auch in deiner Verantwortung, wem du deine E-Mail Adresse, deine Handynummer gibst.

Die Aluhut Fraktion
Das ist keines Falls abwertend gemeint, denn angesichts der NSA Enthüllungen, Vorratsdatenspeicherung und des Gschäftsmodells von z.Bsp. Google, überlegt man es sich schon zweimal, eine Tracking Wanze in seiner Hosentasche mit sich herumzutragen, die alle Daten zu Google synchronisiert.
Nun, wäre das die einzige Möglichkeit, ein Smartphone mit sich herumzutragen, so hätte ich gewiss auch keines.
Doch ich habe eins. Zuerst spielt man sich Cyanogenmod auf das Gerät, dann ist man das Google – schnüffelnde Default Android los. Die Googledienste sind damit auch gleich pasé. Die spionieren einen schon einmal nicht mehr aus. GPS macht man natürlich auch aus und Wlan Autoconnect ist auch eine eher schlechte Idee. Ab diesem Zeitpunkt ist das Smartphone nichts anderes, als der PC zuhause. Mann kann dich immer noch im Internet Tracken, die NSA liest immer noch deine E-Mails und die SMS natürlich auch. Aber das ist auf dem heimischen Rechner genau so. Doch auch hier kann man Abhilfe schaffen, wie man es Zuahse auch tun sollte. Man kann Firefox mit Anti-Tracking Extensions installieren, PGP verschlüsselte Mails schreiben, Verschlüsselte SMS (mit z.Bsp. Textsecure), OpenVPN und sogar Tor kann man auf dem Smartphone installieren. Und ab diesem Punkt, ist das Smartphone ein nützlicher Gegenstand. Genau wie der Rechner zuhause. Man wird überwacht, aber nicht mehr, als sowieso schon. Man hat aber ein unglaublich nützliches Gerät in der Hosentasche (die Vorteile muss ich ja hoffentlich nicht aufzählen).
Der letzte Schritt ist nat. (wie auch auf dem Rechner), dafür zu sorgen, dass man sich keine merkwürdige Software installiert. Die Taschenlampen App, die den Standort abfragen möchte, gehört sicherlich zu dieser Kategorie.

Die „Früher war alles besser“ Fraktion
Meine Lieblingsfraktion: Die Konservativen. Schau sich einer die Jugend von heute an. Sitzen in der U-Bahn und schauen nur noch in ihre Smartphones – keine soziale Interaktion mehr!

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Wie das Bild dezent andeuten soll: Das war nie wirklich anders. Der Hauptpunkt ist aber: Das kann nur jemand sagen, der keine Ahnung von Smartphones hat. Wenn derjenige wüsste, wie viel soziale Interaktion in diesem Moment stattfindet, wäre er vermutlich baff.
Chatten mit Freunden auf der ganzen Welt, Videotelefonie, Leute im Internet kennenlernen – das ist alltäglich mit einem solchen Gerät. Zeitung/News lesen macht man heute auch damit, es ist halt nur nicht mehr der althergebrachte Weg.
Natürlich gibt es auch Apps für das Gerät. Sinnlose Spiele. Ballerspiele. Ja – gibt es. Es gibt aber auch die BILD Zeitung, die BUNTE, den Playboy. Deswegen ist Zeitung lesen, doch nicht schlecht, nur weil du der Ansicht bist, dass diese Art des Mediums nicht richtig ist, denn immerhin ist Quizduell eine der meistverkauftesten Apps für Smartphones. Eine Quiz App. Mit Fragen zum Allgemeinwissen, die man Gegeneinander (soziale Interaktion!) spielen kann. Und wer lieber Ballerspiele spielt, kann auch das tun, denn wer die BILD liest, darf auch die BILD lesen. Du musst das ja nicht tun. Du kannst auch die FAZ lesen, aber Zeitungen lest ihr beide. Und so kann man auch ein Smartphone haben und darauf Nachrichten lesen und man kann ein Smartphone haben und sich darauf Pornos anschauen – es liegt am Nutzer, nicht am Gerät.

Das Wie und Wo
Ich möchte nicht sagen, dass Smartphones generell nur das soziale Gefüge verbessern, denn das wäre natürlich schlicht falsch. Das Wie und Wo macht den Unterschied.
Es gibt diese bestimmte Art von Menschen, die ihr Smartphone immer in der Hand haben, wenn sie mit dir reden, wenn du dich mit ihnen auf ein Eis triffst, im Club, etc.
Zwar haben sie hier bestimmt soziale Interaktionen, weil Facebook oder die Mail oder was auch immer ihre Aufmerksamkeit will, aber die weitaus wichtigere soziale Interaktion, nämlich die mit mir geht dabei verloren und das darf natürlich nicht sein. Aber, wie oben schon beschrieben: Das entscheidest du. Wenn du dich mit jemandem triffst und dann dein Handy dauernd vibriert und du auch noch darauf reagierst, dann bist du der asoziale, nicht das böse Smarphone. Und dann würde ich mir auch mal überlegen, ob so eine Person überhaupt Interesse an mir hat. Wenn ich mich mit Leuten treffe, habe ich das Smartphone nie in der Hand (außer es bietet sich gerade an). Und wenn ich ein Wochenende lang jemanden besuche, dann reagiere ich im Zweifelsfall auch mal ein Wochenende lang nicht. Wer dennoch die ganze Zeit mit dem Gerät in der Hand rumspielt, ist halt vermutlich nicht an mir interessiert und wenn er es nutzt, um mir dauernd witzige Bilder und Videos zu zeigen, dann hat er wohl sonst auch keinen Gesprächsstoff und da läuft generell etwas schief.

Es muss aber gar nicht sein, in Zweisamkeit oder zu mehreren das Smartphone wegzulegen, es ist eine Art Konsensualität. Haben zum Beispiel beide Spaß daran, sich die ganze Zeit Videos und Bilder zu zeigen – bitteschön, es sollte nur keiner davon genervt sein. Doch auch so findet das Smartphone oft mal seinen Weg in die Runde. Ich habe eine Tabu App. Mit der kann man das Spiel „Tabu“ spielen. Die Karten sind auf den Gerät. Das ist super – spiele ich gerne mit Freunden, würde ohne Smartphone nicht gehen. Das gleiche gilt für einen Würfelbecher als App – kann man gut gebrauchen. Doch nicht nur Ersatz für andere Dinge, liefert das Gerät, auch mit eigenen Apps, kann man Spaß haben – warum nicht zu zweit ein Quiz spielen? Wenn man daran gerade Spaß hat, sehe ich nicht, warum man das nicht tun sollte. Es macht Spaß, man rät zusammen, etc.

Smartphone ist, was du draus machst. Wenn du Leute ignorieren willst, kannst du das mit einem Smartphone bestimmt gut, du kannst aber auch mit einem Smartphone in der Hosentasche, dich voll und ganz auf Personen einlassen. Es ist kein Teufelsgerät, kein Indikator, für asoziales Verhalten, der Besitzer ist es. Du wirst nicht mehr überwacht, als sowieso schon, wenn du es richtig anstellst und diese Arbeit hat man auf einem Rechner ebenso.
Wer sich eines Smartphones verweigert, weil er glaubt, das Gerät sei böse, der tut mir leid. Denn es ist eine Bereicherung – wenn man es vernünftig nutzt. Und vernünftig ist natürlich auch Ansichtssache.

Ein Kongress Abgeordneter Namens Tim Ryan war strikter Abtreibungsgegner. Nun hat er mal mit Frauen geredet, die abtreiben wollten und hat (Überraschung) seine Meinung geändert.

I have sat with women from Ohio and across the nation and heard them talk about their varying experiences: abusive relationships, financial hardship, health scares, rape and incest,“ wrote Ryan. „These women gave me a better understanding of how complex and difficult certain situations can become. And while there are people of good conscience on both sides of this argument, one thing has become abundantly clear to me: the heavy hand of government must not make this decision for women and families

Originalzitate von Republikanern über Vergewaltigungen. Mir kommt da gleich was hoch.

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So ein Blindenschrift Drucker kostet so an die 2000€. Ein 13-jähriger dachte sich „das geht auch billiger“ und hat einen aus Lego gebaut. Er hat damit eine Firma gegründet und verkauft nun Lego-Blindenschrift-Drucker.

In Spanien hat ein Richter 10 Priester und 2 kirchliche Jugendarbeiter wegen Kindesvergewaltigung angeklagt.

Hier was für die „Impfen ist meine Entscheidung“ – Fraktion.
Ein Kind, welches die Leukämie im ersten Kampf besiegt hat, droht gesundheitlicher Schaden, weil an der Schule die Masern ausgebrochen sind.
Ich weiß ja, dass der größere Teil von den ungeimpften beziehungsweise nicht mehr nachgeimpften gar nicht aus Überzeugung nicht Impfen, sondern aus Faulheit. Denkt auch an eure Mitmenschen und lasst euch beim nächsten Arztbesuch, bei dem ihr nicht gerade Grippe habt, mal wieder Impfen.

Heute: Schweizer Chirurgen schneiden schlecht ab

Vorratsdatenspeicherung ist nicht schlimm?
CIA Whistleblower wird aufgrund von Metadaten verhaftet.