Wieder mal ein sehr lesenswerter Artikel über Gentechnik und die unbegründete Angst davor.

Highlight:

Der Stand der öffentlichen Diskussion in Deutschland und Österreich zum Thema Gentechnik stellt sich jedoch vergleichsweise so dar, als ob zum Thema Evolution die Kreationisten und zum Thema Klima die Leugner des Klimawandels das Sagen hätten. Sie trägt religiöse Züge und es wird Angst verbreitet statt Informationen.

Ich würde sogar noch eins weiter gehen und sagen: Die Angst vor Gentechnik ist eine Art der Xenophobie. Genau so wie die Angst vor Immigranten, fürchtet man sich hier vor etwas, mit dem man sich nie befasst hat. Oder wer von den Gentechnikgegnern hat denn mal ein anderes Argument als „wir greifen da in die Natur ein“ oder „Monsanto will damit nur Geld scheffeln“? Mir ist noch keiner begegnet, genau so wie mir noch keiner begegnet ist, der mir seine Angst vor „Überfremdung“ erklären konnte. Versteht mich nicht falsch: Sowohl in der Flüchtlingspolitik, als auch in der Gentechnik gibt es Risiken und Probleme, die es zu diskutieren gilt. Aber zwischen „Probleme ansprechen“ und „gegen Gentechnik/Asylantenheime“ sind halt einige Meilen an Verstand, sich mit einem Thema auseinander gesetzt zu haben.

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