Archive für Kategorie: datenschutz

Ratet mal, was ohne Passwortschutz in der Amazon Cloud lag?
Richtig, die Daten von 93 Millionen mexikanischer Wahlberechtigten:

The database – hosted on Amazon AWS – included voters‘ names, addresses, voter ID numbers, dates of birth, parents’ names, occupations and more.

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Wer sein Kindle bis zum 22.03 nicht updatet, kann es nicht mehr benutzen, bis er das Update manuell eingespielt hat.

Herzlich Willkommen im Zeitalter, in dem uns elektronische Geräte erpressen.

Und dann war da nochdas Konfetti, das aus geschredderten Patientenakten hergestellt wurde, aber so unzureichend zerkleinert wurde, dass man noch Befunde, sowie Namen der Ärzte und Patienten darauf lesen konnte.

Merkel hat ein neues Wording eingeführt: Datenreichtum. Das ist ihre Begründung dafür, dass wir aufpassen müssen, dass wir nicht zu viel Datenschutz in Europa betreiben.

Auch gefährlich: Zu viel Naturschutz, zu viel Gesundheit, zu viel Frieden oder zu viel Menschenrechte.

Wisst ihr noch: Snowden hat den Terroristen geholfen und Verschlüsselung is böse, weil die sich damit der Fahndung entziehen?

Wisst ihr, womit sie einen der Attentäter in Frankreich überführt haben?
Na?
Richtig: eine unverschlüsselte SMS.

Belgien macht’s vor:

Facebook muss in Belgien innerhalb von 48h das Cookie-Tracking von Usern einstellen, die nicht bei dem sozialen Netzwerk registriert sind. Ansonsten setzt es Strafzahlungen bis zu 250 000 Euro!

Quelle

Gut, 250 000 sind für Facebook eine Spesenabrechnung, aber es ist ein Anfang.

Dass es Leuten total egal ist, was mit ihren Daten (zum Beispiel auf Facebook) geschieht, glaube ich ja übrigens nicht und es gibt auch einige Hinweise darauf. So gab es neulich diese Studie (link geht auf ein PDF), die besagt, dass 67% der befragten auf Onlinedienste verzichten, wenn sie dort persönliche Daten angeben müssen (Seite 6). Zwar scheint es dennoch eine Diskrepanz zu geben, denn auf Seite 12 sieht man, dass 87% Dienste benutzen, obwohl sie wissen, dass sie deutsche Datenschutzstandards nicht einhalten. 72% davon tun das, weil sie den Dienst nützlich finden. Allerdings sagen nur 31%, dass ihnen ihre Daten egal sind. Das bedeutet also, dass Leute nur die Dienste brauchen und solange es keine datenschutzfreundlichen Alternativen gibt, bleiben sie bei den Diensten. Denn die Fakten sind da. Siehe auch hierzu diesen Artikel eines 16-jährigen im Handelsblatt, in dem er folgendes schreibt:

Das ist der erste Grund, warum ich nicht mehr aktiv auf Facebook bin: Die Unsicherheit, was mit meinen Daten geschieht.

Die Thematik mit dem Safe Harbor abkommen habt ihr hoffentlich mitbekommen? Wenn nicht hier lesen.
Nun ratet mal, welche Firma für Ihr Produkt sogar mit dem Safe Harbor Abkommen wirbt? Microsoft Office.

Die wohl beste Darstellung, wie Windows 10 euch ausschnüffelt, kommt von der Welt. Die haben mal eine Anleitung veröffentlicht, wie man die Übertragung von Nutzerdaten an den Windows Server unterbindet (also zumindest den öffentlichen Teil).

Das ist ganz einfach! Ihr müsst nur das machen:

Und dann das

Dann noch das

Ach ja und dann das

Und zu guter Letzt noch das

Ach halt! Da geht’s ja noch weiter:

Wer sich mit einem Microsoft-Konto an seinem Gerät anmeldet, findet in den Datenschutz-Einstellungen noch einen weiteren Reiter: Konten. Im Unterpunkt Einstellungen synchronisieren ist – wie gehabt – erst einmal alles aktiviert. Das hat zur Folge, dass Microsoft für die Synchronisation über mehrere Geräte nicht nur automatisch den Browserverlauf auf seinen Servern speichert, sondern auch Passwörter für das WLAN sowie für Websites, auf denen man sich eingeloggt hat. Wer seine Passwörter lieber nicht ins Internet schickt, sollte die Synchronisierung abstellen.

Hier sei mal kurz angemerkt, dass man wenn man Windows 10 schon im Betrieb hat, jetzt auch schon jedes Passwort über den Äther geschickt hat…

Und dann ist da noch das:

Bekannt seit Windows 8.1 ist die sogenannte WLAN-Optimierung. Voreingestellt ist, dass sich das Gerät automatisch mit von Microsoft anerkannten öffentlichen Hotspots verbindet – sowie mit Netzwerken, die von den Outlook-, Skype und Facebook-Kontakten des Nutzers freigegeben wurden.

Das muss man auch noch manuell abschalten.

Wer Microsoft auch keine „Diagnose Daten“ zukommen lassen möchte, der muss erst mal einen Regedit bemühen:

Um überhaupt keine Telemetriedaten an Microsoft zu senden, müssen die Nutzer das in speziellen Editoren wie dem Group Policy Editor (gpedit) und dem Registry Editor (regedit) festlegen. Eine englische Beschreibung gibt es hier. Anfängerfreundlich ist das aber überhaupt nicht.

Man kann sich seine Suchanfragen bei Google jetzt auch runterladen. Da könnt ihr mal sehen, was Google so alles über euch weiß.